Hotelgeschichte

Der historische Name des Hauses Josefská 1/42 auf der Kleinseite ist das Haus Beim Goldenen Adler (Eckteil des Gebäudes). Es ist aber auch unter dem ursprünglichen Namen des älteren Hauses mit Zugang von der Straße Josefská ulice als Haus Bei den 3 Lämmchen bekannt.

Das Haus, dass zu einem Hotel umgebaut wurde hat einen hohen urbanistischen Wert, es steht unter der Aufsicht des Amtes für Denkmalschutz und ist ein Bestandteil der Czech National Heritage.

Die ersten schriftlichen Erwähnungen über die Lokalität wo das Haus errichtet wurde stammen aus dem 12. Jahrhundert, als der ursprüngliche Verteidigungswall mit Graben durch eine Kommunikation und ein gotisches Haus ersetzt wurde. Die Überreste des Walles sind im Kellerhaus im mittleren Teil in einer Tiefe von ca. 4 Metern erhalten.

Die ersten Erwähnungen über den Kauf des Hauses stammen aus dem Jahr 1408 als der Schuhmacher Veleslav auch Štemberk genannt das Haus des Schuhmachers Václav Jikrnáč zu einem unbekannten Preis gekauft hatte.

Ursprünglich standen an der Stelle des heutigen Hauses zwei eigenständige Objekte. Das Eckhaus Beim Goldenen Adler und das Haus mit dem Zugang von der Straße Josefská ulice, dass auf Bei den 3 Lämmchen umbenannt wurde.

Zur Zusammenlegung der beiden Häuser kam es beim großen Umbau im Jahr 1685, als das Haus den Namen Beim Goldenen Adler behielt.

Das Haus beinhaltet folgende Bauelemente:

  • spätgotische Elemente
  • Renaissancelemente
  • früh barocke Elemente

Im inneren Teil des Gebäudes sind die ursprünglichen Oberflächenmaterialien erhalten, wie:

  • abgenützte Steinstiegen
  • in Teilen der Zimmer befinden sich viereckige Holzparkettböden
  • erhaltene bemalte Balkendecken
  • Türen und Türzargen
  • einigen Zimmern ist die ursprüngliche Wandmalerei erhalten

Das gesamte Gebäude und insbesondere die oben erwähnten Gebäudeteile stehen unter der Aufsicht des Denkmalschutzamtes, ohne seine Zustimmung dürfen diese Elemente nicht baulich verändert werden und sie sind selbstverständlich ein Bestandteil der Czech National Heritage. Auf der anderen Seite beeinträchtigen die historischen Teile den Umfang der Rekonstruktion und erhöht deren Preis.

Dank der oben angeführten Tatsachen bietet das Haus jedoch einen Auszug der Architektur des mittelalterlichen Prag und ein wenig der Atmosphäre aus dieser Zeit.

gallery

Gotische Epoche

Das Haus ist im Jahr 1420 ausgebrannt (Hussitenkriege) und wurde im Jahr 1503 erneuert.

Zu dieser Zeit hatte das Haus ein Stockwerk, von diesem blieb ein Teil der Kellerräume erhalten. Im Keller des Hauses befindet sich ein gewölbtes gotisches Portal. Im Erdgeschoss des Hauses befinden sich die ursprünglichen gotischen Außenwände und ein spätgotisches Gewölbe im mittleren Trakt des Gebäudes.

Renaissance- und Barockepoche

Ein kostspieliger Umbau des Gebäudes erfolgte zum ende des 16. Jahrhunderts und im frühen 17. Jahrhundert, wie der Anstieg des späteren Verkaufspreises des Hauses (im Jahr 1685 betrug der Kaufpreis des Hauses 3.300 Goldstücke, im Jahr 1726 wurde das Haus um 9.100 Goldstücke verkauft) erkennen lässt.

Zur Zeit dieser Rekonstruktion wurde der 2. Stock im Renaissancestil umgebaut. Ein Überrest dieser Rekonstruktion ist das Klostergewölbe im Erdgeschoss und im Vorderraum.

Im Barockstil wurde im Jahr 1686 der 3. Stock zugebaut und es erfolgte weiters: es entstanden barocke Volutgiebel auf der Stirnseite des Hauses (Mostecká ulice) , im 1. Stock wurden radikal die Anordnungen des ursprünglich gotischen Baus geändert. Nun befinden sich im 1. Stock nunmehr Fragmente aus der gotischen Zeit.

Der barocke Umbau hat vom Stil her alle Fronten vereinheitlicht. Die Fronten des Hauses sind im frühbarocken Stil mit einem regelmäßigen Gliederungssystem errichtet worden - frühbarocke rechteckige Giebel mit Giebelfeldern und seitlichen Volutflügeln.

Auf der Fassade des 3. Stockwerkes aus der Straße Mostecká ulice befinden sich plastische Stuckmotive von Löwen (die das Haus schützen) mit einem Kreis in der Mitte. Von der Straße Josefská ulice ist das frühbarocke Portal mit einer Oberlichte mit einer gewaltigen Profilierung von Ohren mit Tropfen zu sehen.

Im Jahr 1865 wurde ein neues Stiegenhaus in der Mitte des Gebäudes errichtet, dass vom Keller bis zum Dachboden führte.

Umbau zu Hotel zur Wende des 20. und 21. Jahrhunderts.

Das Haus wurde zum Ende des 20. Jahrhunderts als staatliches Mietshaus genutzt, dass einige Jahrzehnte nicht instand gehalten wurde und in einem merklich schlechten bis baufälligen Zustand war. Nach der Veränderung der politischen Verhältnisse wurde das Haus privatisiert und im Jahr 1996 zu einem **** Hotel umgebaut. Im Jahr 2008 kam es zu einem Wechsel der Betreiber des Hotels und im selben Jahr erfolgte die Rekonstruktion des Hotels unter Einhaltung aller historischen Elemente des Gebäudes.

Die gesamte verbaute Fläche des Gebäudes beträgt 9.586m3. Das Hotel hat 31 Zimmer, in den Kellerräumlichkeiten und im Erdgeschoss befinden sich Restaurants, im Erdgeschoss des Gebäudes befindet sich ein großes Geschäft mit tschechischem Glas.